Actioncam Fredi V3 4K 16MP 170Grad wasserdicht 2 Akkus Zubehör

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Gute Cam aber mit Defiziten

Für meine vielen Radtouren mit dem Crosser/Rennrad, aber auch für mein neues Hobby (dem tauchen) bin ich aktuell auf der Suche nach einer guten, aber preisgünstigen Actioncam.
Der erste Test war die Cam von Victure mit 14MP und 1080P, welche soweit tolle Videos gemacht hat (auch kopfüber nach einstellen im Menü), aber mir hier und da einiges fehlte.
Nun hatte ich mir gleich 3 Cams zum testen bestellt (einmal die hier beschriebene Fredi 4K V3, einmal die NEXGADGET 4K Discover-660 und einmal die Vemico 4K).

Die Fredi 4K wurde zusammen mit der Cam von NEXGADGET noch am selben Abend geliefert, sodass ich mich gleich an die ersten Vergleiche machen konnte.

Die Cam von Fredi wird in einer stabilen Tasche (wie ein Hardcase) geliefert. In dieser Tasche ist neben der Actioncam (1 Akku schon in der Cam, beides schon im Unterwassergehäuse eingepackt), einer Fernbedienung, dem zweiten Akku und der recht dürftigen Anleitung auch diverses Zubehör zum Befestigen der Cam enthalten. Ein Netzteil ist leider nicht beigefügt, ebenso wenig ein kleiner Schraubendreher für den Batteriewechsel in der Fernbedienung.

Zuerst kam die Cam an das Ladekabel. Während des Aufladens lud ich zuerst die passende App herunter und startete diese. Sofort öffnete sich das Wlan-Menü mit der Auswahl aller verfügbaren Netzwerke. Also Cam angemacht, Wlan aktiviert und beides miteinander gekoppelt.

Geht man nun in die Einstellung rein, kann man vieles einrichten, was man etwas mühsamer über das Menü der Cam einstellen würde. Über die App lässt sich obendrein auch das Datum und die Uhrzeit vom Smartphone auf die Cam synchronisieren.

Nachdem der erste Akku aufgeladen war, nam ich die Cam aus dem Unterwassergehäuse um den 2ten Akku aufladen zu können. Die Cam sitzt sehr stramm im Gehäuse, dies erschwert einen schnellen Akkuwechsel dann doch etwas. Nach dem einlegen des 2ten Akku war das Datum und die Uhrzeit wieder auf Werkszustand zurückgesetzt, aber dank der App und der schnellen Synchronisierung konnte dies schnell aktualisiert werden.

Als der 2te Akku aufgeladen war, erfolgten noch die letzten Einstellungen im Menü (nicht alles geht per App einzurichten) sowie das Einlegen der Speicherkarte.
In Puncto Speicherkarte wurden 3 Karten getestet: zum einen eine Samsung Evo+ 32GB und eine Samsung EvoPlus 64GB. Beide Karten wurden sofort erkannt. Nach dem einlegen meiner Samsung EvoPlus 128GB wollte die Cam diese sofort formatieren (die Cam hat die Karte also problemlos erkannt). Hier wurde dann der Test mit der 128GB-Karte abgebrochen, denn diese sollte wieder in mein Galaxy S8.

Die Montage an meiner Fahrradhalterung von K-Edge (Kopfüber montiert) klappte problemlos, ebenso das Ausrichten entweder über den Bildschirm oder sogar über die App.

Im Menü bzw. auch über die App lässt sich das Bild für diesen Einsatzzweck drehen (Bildrotation). Leider ist das Bild dann spiegelverkehrt, man kommt sich vor als wenn man in England fährt (Nach einigem Schriftverkehr mit dem Support ohne das hier eine Lösung herauskam war dies letztendlich der Grund für das zurücksenden der Kamera.)

Möchte man Videos und Fotos aufnehmen, drückt man entweder an der Cam den Auslöser oder nutzt die Fernbedienung. Ist die Cam im Standby, holt die FB diese da heraus und schaltet den Bildschirm ein. Das Auslösen sowie das Beenden der Aufnahme klappen wunderbar.
Falls übrigens mal die Batterie der FB leer ist, wird ein kleiner Kreuzschraubendreher für Feinmechaniker benötigt.

Fotos:
Die Fotoqualität ist OK, man darf diese aber auch nicht mit den Aufnahmen einer Spiegelreflexkamera oder eines modernen Smartphones vergleichen.

Videos:
Die Qualität der Videos war beeindruckend für die kleine Cam. Egal ob in der Dämmerung oder bei Tageslicht, die Videos sehen einfach nur toll aus. Leider kann man dies hier nach dem hochladen des Beispielfilms nicht so gut erkennen.

Das Auslesen der Cam erfolgt entweder per App auf das Smartphone oder per Anschluss an den PC. Die Kopplung mit dem PC klappt einfach. Per USB-Kabel verbinden, auf der Kamera „U-Disk Modus“ auswählen und schon öffnet sich der entsprechende Ordner mit den.

Akkulaufzeit: nach etwa 60 Minuten waren noch etwa 1/3 Akku übrig, also die etwa 90 Minuten aus der Beschreibung kommen in etwa hin. Hier hatte ich auch einen Akku mit 1050mAh probiert, da kam am Ende fast 2 Stunden Nutzungsdauer heraus.

Wasserdichtheit: Dies kann ich zwar derzeit nicht im Meer testen wo der Druck auf die Kamera bzw. das Gehäuse höher ist, aber in der Badewanne bei etwa 50cm Tiefe ist die Kamera dicht und beschlägt auch nicht.

Im Gesamten ist das Ergebnis der Action Cam von Fredi eigentlich gut (vorallem bei den Videos), aber für die mangelhafte Bildrotation und den etwas zu strammen Sitz der Cam im Unterwassergehäuse ziehe ich 1 Punkt ab. Ich habe jetzt keinen großen Punktabzug für die fehlende Abdeckung bei den Steckkontakten vorgenommen, da man für die meisten Sportaktivitäten eh hauptsächlich das Unterwassergehäuse nutzen wird, damit man die Cam dann auch entsprechend der Aktivität befestigen muss.