insect: Der Fahrrad-Diebstahlschutz von Fahrradjäger

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Durch Zufall bin ich vor ein paar Wochen bei Facebook auf die Seite von Fahrradjäger gestoßen. Dort las ich dann von insect, dem neuen Diebstahlschutz für Fahrräder.

Da man mir schon insgesamt 4 Fahrräder gestohlen hatte, war ich demzufolge besonders interessiert und schaute mir dann auch deren Homepage genauer an.

Die Gründer von Fahrradjäger hatten das Projekt 2014 per Crowdfunding ins Leben gerufen (Jörg von ilovecycling.de berichtete damals auch darüber), seitdem ist die Fahrradjägergemeinde stetig gewachsen und hat selbst einige Polizeibehörden sowie Versicherungen, Automobilhersteller und viele andere Gewerke darauf aufmerksam gemacht.

Das Prinzip von insect in Kurzform. Man baut insect an das Fahrrad, koppelt es mit der App im Smartphone und aktiviert den Schutz. Alles funktioniert per Bluetooth. Je mehr Nutzer es gibt, umso besser ist die Chance, das man den Fahrraddieb von seinem Vorhaben abbringen kann.

Da es schon einige Tracker auf dem Markt gibt, die auf Bluetooth aufgebaut sind, hatte ich mich im vergangenen Jahr schon einmal intensiver damit beschäftigt. Im Vergleich haben die bisherigen, auf dem Markt erhältlichen Bluetoothtracker alle das gleiche Prinzip und zwei große Nachteile. Bei der Montage der kleinen Tracker muss man sich etwas einfallen lassen (es gibt einfach keine Halter hierfür, da bleibt meist nur die nicht sichtbare Variante mit dem festkleben unter dem Sattel) und es wird eine große Nutzergemeinde mit den gleichen Trackern benötigt damit Diebe gefasst werden können.

Aufgrund dessen dass ich zum Thema Bluetooth bei Trackern nur die erwähnten Nachteile gelesen hatte, fragte ich über Facebook bei Fahrradjäger nach. Meine Anfrage wurde zeitnah von Frank angenommen und beantwortet. Jetzt kam mir meine berufliche Tätigkeit zu Gute, denn dadurch hatte sich der Zufall ergeben, dass ich mit Markus (er ist für die Vermarktung bei Fahrradjäger zuständig) zusammen kam. Da er derzeit viel in Deutschland unterwegs ist, fanden wir auch schnell einen Termin für ein persönliches Gespräch bei mir auf Arbeit. (Aus der angepeilten Stunde wurde dann doch etwas mehr.) Das Gespräch war äußerst interessant, insect ist ein beachtliches Projekt was in meinen Augen ein gutes Wachstum zulegen wird.

Mein Fazit nach dem Gespräch

Fahrradjäger hat sich bei insect also viele Gedanken gemacht und mit vielen weiteren Funktionen gegenüber den anderen Trackern ausgestattet. Auf einige Punkte gehe ich hier einmal ein.

  • Die Montage: insect wird entweder an schon vorhandene Schraublöcher im Rahmen oder mittels zusätzlich erhältlicher Schellenbänder am Rahmen befestigt. Die Schellenbänder kommen zum Einsatz, wenn am Rahmen schon alle vorhandenen Schraublöcher durch Trinkflaschenhalter oder (wie bei mir) mit einer Notfall-Luftpumpe belegt sind. Leider konnte ich die Schellenbänder nicht live anschauen, aber auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass diese nicht nur blankes Metall sind sondern eine extra Beschichtung haben, damit der Lack vom Fahrrad nicht beschädigt wird. (Ein Bild der Schellenbänder findet ihr unten)
  • Alarm: Es wurde ein 100db Alarm eingebaut, der sich bemerkbar macht sobald jemand versucht sich am Fahrrad zu verschaffen. Hierbei wird auch sofort eine Meldung an das Smartphone des Besitzers, aber auch an alle Nutzer der Fahrradjäger-App gesendet. Die Reichweite beträgt bis zu 100 Meter. Diese wird erweitert, je mehr Fahrradjäger in der Nähe sind und die Meldung weiterleiten können. Da der Alarm durch Bewegung ausgelöst wird, könnte dies auch geschehen, wenn das geliebte Fahrrad im Freien steht und der Wind etwas stärker ist oder die Fahrradständer etwas enger zusammen stehen und jemand anderes einfach nur so dagegen kommt. Dies konnte ich leider nicht testen, da das Vorführobjekt an einem Stück Rahmen für Präsentationszwecke montiert war.
  • insect ist für jeden sichtbar, kann dadurch auch schon abschreckend wirken.
  • Die Batterie hat eine Lebensdauer von bis zu 1 Jahr (Wen das Fahrrad viel im Freien steht, wirken Kälte und Wärme natürlich auch mit auf die Laufzeit ein). Es ist eine CR2032 verbaut, diese wird z.B. in vielen (Auto)Fernbedienungen verwendet. Um die Batterie zu wechseln, muss man insect mittels der App entkoppeln und nach dem Tausch wieder verriegeln. Dieses System wird gerade auch zum Patent angemeldet.
  • Die App kann von jedem auf das Smartphone geladen werden, darüber kann man dann sein Fahrrad “registrieren”, sinnvollerweise mit einem Foto damit alle Fahrradjäger dies auch im Alarmfall besser zuordnen können.

Gerade durch das Live Betrachten bin ich von insect vollends überzeugt und kann jedem Fahrradliebhaber nur raten, das System zu kaufen. Der Vorverkauf läuft auf Hochtouren, die Auslieferung wird definitiv im 2.ten Quartal 2017 erfolgen (Der genaue Startschuss wird spätestens Anfang April bekanntgegeben)

Weitere Informationen zu insect findet ihr natürlich auf der Homepage von Fahrradjäger, dort könnt ihr insect auch schon vorbestellen. Klickt einfach auf das Logo.

Dieser Beitrag wurde von mir geschrieben, da ich von insect absolut überzeugt bin und ich mir diesen auch ans Fahrrad bauen werde.

Zu meiner Erfahrung mit der App von den Fahrradjägern geht es hier