LuTuo Fahrradmontageständer Aluminium 3-Bein klappbar

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Ich bin nicht überzeugt

Da ich mittlerweile 4 Fahrräder habe (2 Rennräder und 2 Mountainbikes, alle aus Carbon) und hier gerne auch mal Teile quertausche, musste ein 2ter Montageständer her, damit man an 2 Rädern parallel arbeiten kann. Die Entscheidung fiel auf diesen Ständer, da das Design und das Material vielversprechend klang.

Nach der fixen Lieferung durch Amazon musste auch sofort ein erster Test ran.

Der Montageständer kam zusammengeklappt in einem Transportbeutel daher. Das Gewicht ist angenehm dank des Aluminiums. Alles wirkt auf den ersten Blick stabil/robust. Nach dem Auseinanderklappen musste ich zuerst ein paar Hebel fester schrauben, da diese zu leicht auf und zu gingen, man hatte den Eindruck, dass nach dem Einsetzen des Rades kein fester Halt da war.

Nun kam das Einsetzen des Rades, ich entschied mich für mein Alltags-MTB, da dieses auch draußen alles mitmachen muss. Dieses ist mit knapp 13 Kilogramm (incl. aller Anbauteile) auch das schwerste in meinem Fuhrpark.
1: Zuerst fuhr ich die 3 Stativfüße heraus. Einfach den Hebel lösen, Die Füße bis zum Anschlag ausfahren, Hebel fest machen.
Tipp 1: Fahrt die Füße so weit wie möglich heraus, sonst besteht Kippgefahr.
Tipp 2: Richtet 2 Beine parallel zum Rad aus, da auch hierbei wieder Kippgefahr besteht.
2: Den Haltearm ausrichten und die Halteklammer öffnen. Durch den Hebel und die Drehschrauben geht dies alles einfach und schnell. Die Halteklammern haben eine Art Gummierung als Schutz und bei der Auflagefläche für den Rahmen bzw. das Sattelrohr ist ebenfalls eine Art Gummierung aufgebracht. Aufgrund der flexiblen Ausrichtung lässt sich das Rad immer waagerecht ausrichten.
Nachteil 1 bei dieser Art der Befestigung ggü. anderer Montageständer:
1: Befestigung mit dem Oberrohr: Setzt man den Rahmen mit dem Oberrohr ein und dreht die Halteklammer wieder zu, wird das Fahrrad über den Lack geschoben da die eine Klammer den Rahmen zu der anderen Klammer schiebt. Lösung: man hebt mit einer Hand das Rad an und dreht mit der anderen zu. Hierbei hat man gleich etwas Gewichtstraining.
2: Befestigung mit der Sattelstütze: Hier muss man das Rad die ganze Zeit hochheben und gleichzeitig zudrehen.
Nachteil 2 bei der Befestigung: Durch die maximale Breite ist es nicht für alle Rahmenarten geeignet, mein Aerobike wäre hierfür zu breit. Selbst das Alltags-MTB hätte nicht viel breiter sein dürfen beim Oberrohr, zum Lenker hin wird es bei mir breiter.

Ist der Montageständer mit den Füßen komplett ausgefahren und die Ausrichtung exakt gesetzt, wird das Rad zumindest sicher gehalten und es lässt sich gut arbeiten.

Fazit: Hier hat das Qualitätsmanagement des Herstellers keine praktischen Tests durchgeführt. 3 Beine sind mindestens 1 Bein zu wenig in Bezug auf die Stabilität und die Befestigung des Rades mit der Klammer ist auf Dauer nicht gut für den Lack. Es wird ein Maximalgewicht von 38,6 Kilogramm angegeben, dies bezweifle ich stark, denn mein MTB war meiner Meinung nach schon fast am Maximum. Wenn ich bedenke das normale Citybikes schon mehr wiegen, dürfte hierbei die Grenze sein, ein normales e-Bike wäre aus meiner Sicht schon zu schwer (zumindest, wenn der Akku eingesetzt ist). Das Aluminium ist auf alle Fälle als Material gut gewählt und dank der platzsparenden Größe im eingeklappten Zustand lässt sich der Montageständer überall lagern. Preis/Leistung stimmt her auf alle Fälle nicht. Wenn ich den Ständer übrigens mit meinem günstigen vom Discounter vergleiche, ist mein bisheriger mit 4 Beinen wesentlich stabiler und würde sich sogar dank breiterer Auflageflächen mit den Füßen im Boden befestigen lassen da entsprechende Löcher in den Auflageflächen eingebracht sind, desweiteren hat mein bisheriger Montageständer auch eine Ablagefläche für Schrauben & Werkzeug was bei diesem hier fehlt (aber scheinbar nachrüstbar wäre da eine Klemme vom Rohr 2 Löcher eingelassen haben)